Werbung für werbefreies Radio

az_dlf_mack.jpgDüsseldorf, 03. März 2008. Vor fünf Jahren startete die Düsseldorfer Agentur castenow. communications eine Imagekampagne für den Deutschlandfunk in Köln. In dieser Woche erscheint die neueste Anzeige, auf der der Künstler und Philosoph Heinz Mack mit dem Satz „Unsere Seele kann den Rhythmus der Farben hören“, zitiert wird.

Seit mehr als 40 Jahren liefert der Deutschlandfunk bundesweit Informationen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und das ganz ohne Werbung. Eine Imagekampagne in eigener Sache wird da zu einer echten Herausforderung. Agenturinhaber Dieter Castenow erklärt den Kunstgriff hinter der Kampagne so: „Wir haben bekannte zeitgenössische Künstler als Testimonials gewählt. Persönlichkeiten also, die wenigstens genauso unbestechlich sind wie der Sender selbst und die glaubwürdig als typische Hörer des Deutschlandfunk stehen können.“

Seit 2003 portraitiert castenow. zusammen mit dem Düsseldorfer Fotograf Michael Dannenmann jedes Jahr einen Künstler für die Deutschlandfunk-Anzeigen. Mit Kasper König, Günther Uecker, Candida Höfer, Tony Cragg und nun Heinz Mack bildet die Kampagne mittlerweile eine kleine aber feine Serie mit exklusiven Einblicken in die Welt der zeitgenössischen Kunst. „Die Motive sind immer on location, also in der realen Welt des jeweiligen Künstlers angesiedelt. Zum Beispiel in seinem Atelier oder an anderen Plätzen, die für die Arbeit des Künstlers essentiell sind“, so Dannenmann.

Die Zitate in den Anzeigen-Motiven sind authentische O-Töne, die für das Credo des jeweiligen Künstlers stehen - aber auch im weitesten Sinne für die Werte des Deutschlandfunk. „Die Stärke der Kampagne besteht darin, dass sie eben keine explizite werbliche Aussage für den Sender trifft. Der Deutschlandfunk ist Beobachter und macht sich mit keiner Sache gemein. Noch nicht einmal mit sich selbst. Dieser Kernwert des unabhängigen Journalismus wird durch die Künstler als Präsenter unseres Senders optimal inszeniert“, so Anne Schiwek, Redakteurin in der Kommunikation beim Deutschlandfunk.

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